Die Jahreslosungen

Die Jahreslosung 2002

Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. Jesaja 12,2

Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

Jesaja 12,2

Diese Jahreslosung für 2002 ist einem Danklied entnommen, das im Buch des Propheten Jesaja steht.
Der unbekannte Dichter leitet es ein mit den Worten: „An jenem Tag wirst du sagen: Ich danke dir, Herr...“. Er versichert seiner Gemeinde, die noch in Bedrängnis und Angst lebt: Was Gott verheißen hat, das wird er auch erfüllen. Den Zeitpunkt kennt Gott allein. Aber im Vertrauen auf die noch ausstehende Erfüllung und Rettung können wir schon jetzt Gott als unsern Retter bekennen und loben.
Können auch wir persönlich uns dieses Loblied zueigen machen? Noah hat sicherlich Gott so oder ähnlich als seinen Retter gelobt.

Im Buntglasfenster in der Friedenskirche in Schladern leuchten drei Zeichen dafür auf, dass Gott rettet.

Ein Zeichen ist die Arche, von den Wasserfluten über den Berggipfeln getragen, ein schwimmendes Zuhause, das Noah, seine Familie und viele Tiere vor dem Untergang bewahrt hat. Dass es zum Bau der Arche kam, kann Noah nur Gott allein verdanken. Er ließ sich dazu herab, ihn in seinen Plan mit der Menschheit einzuweihen. Gott beauftragte ihn, nach seinen Angaben dieses riesige Schiff zu bauen. Auf dem trockenen Land, weitab vom Meer, entgegen eigenen Bedenken und unter dem Spott der andern, zu einem Zeitpunkt, als noch niemand die Notwendigkeit ahnen konnte. Eine Zumutung! Noah aber tut, was Gott ihm aufgetragen hat, und erlebt mitten im Untergang aller andern die Rettung. Mag das rettende Schiff den Insassen manche Einschränkung abverlangen, hilft es ihnen doch, die Bedrohungen des Lebens unbeschadet zu überstehen.

Die Erfahrung, bewahrt geblieben zu sein, macht dankbar und zuversichtlich im Hinblick auf das, was es noch durchzustehen gilt. Das Warten aber, bis sich alles zum Guten wendet, bis wir wieder normal leben und aufatmen können, ist oft nicht leicht.
Ein zweites Zeichen, das hoffen lässt, ist der Lichtstrahl, der aus den Wolken fällt. Er zeigt an: Gott denkt an dich. An dem Tag, an dem er es für richtig hält, wird er Befreiung aus der Enge und einen neuen Anfang schenken. In Zeiten, in denen wir dessen gewisser sind, beginnen wir, Gott zu danken und zu loben. Dieses Loben mag dann, wie bei Noah, zu seinem Höhepunkt kommen, wenn wir die völlige Freiheit erreicht haben.
Nachdem Noah zu diesem Lobpreis gelangt ist, schließt Gott mit ihm einen Bund, der auch heute noch gilt: Mag das Trachten des Menschen böse sein, will ich dennoch nie wieder das Leben in diesem Umfang auslöschen. Daran soll der Regenbogen erinnern. Er schwebt hier im Fensterbild bereits über den noch nicht verlaufenen dunklen Wasserfluten als das dritte Zeichen, das Hoffnung auf Rettung verspricht.

Wir wissen nicht, was das neue Jahr 2002 uns bringen wird. In dieses Jahr mit seiner ungewissen Zukunft werden wir unsere persönlichen Erfahrungen, auch mit Gott, mitnehmen. Vergessen wir dabei nicht, auf Gottes Zeichen zu achten und dankbar die Hilfe anzunehmen, die uns daraus für unser Leben und Überleben erwächst. Im Vertrauen darauf können wir die Herausforderungen als Aufgaben und Chancen mutig und unverzagt annehmen und auch andere dazu einladen.

Motiv: Glasfenster aus der Friedenskirche in Windeck-Schladern, entworfen von Werner Erdmann.
Text: Werner Erdmann

Gerne stellen wir Ihnen unsere Jahreslosungsmotive für Ihre Kirchengemeinde zur Verfügung: Download Jahreslosungen

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